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ver.di ruft an Unikliniken zu viertägigen Warnstreiks vor der dritten Verhandlungsrunde auf
Warnstreik Matthias Klump ver.di ruft an Unikliniken zu viertägigen Warnstreiks vor der dritten Verhandlungsrunde auf


Unmittelbar vor der dritten und vorerst letzten Verhandlungsrunde am 1. Dezember ruft ver.di an den vier Unikliniken erneut zu Warnstreiks auf. Gestreikt wird viertägig von Montag, 28. November, bis einschließlich Donnerstag. Damit will ver.di den Druck erheblich erhöhen, um in der dritten Runde einen letzten Einigungsversuch zu unternehmen. Die Gewerkschaft erwartet, dass die Arbeitgeber am 1. Dezember einen ernsthaften Vorschlag machen, wie eine dauerhafte Entwertung der Einkommen um über rund fünfzehn Prozent verhindert wird.

Irene Gölz, ver.di Verhandlungsführerin: „In den letzten drei Wochen waren wir intensiv im Austausch mit den Beschäftigten in Heidelberg, Freiburg, Tübingen und Ulm. Die Rückmeldung aus allen vier Standorten ist nahezu unisono: Wir sind bereit für die Sicherung unserer Einkommen zu kämpfen - wenn es sein muss, auch noch länger. Wir haben bewusst entschieden, jetzt mit einem viertägigen Warnstreik den Arbeitgebern unmissverständlich klarzumachen, dass wir in der dritten Runde einen für die Beschäftigten guten Abschluss erreichen wollen.“

Frank Werneke, ver.di Vorsitzender, sagte heute auf der Pressekonferenz an der Uniklinik Tübingen: "Wir stehen in allen derzeit stattfinden Tarifrunden vor der gleichen Herausforderung: angesichts einer dramatischen Inflation die Kaufkraft der Beschäftigten zu sichern. Ich bin beeindruckt, mit welcher Kraft und Energie die Kolleginnen und Kollegen an den Unikliniken in Baden-Württemberg sich dieser Herausforderung stellen."

Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di Bundesvorstand und Bundesfachbereichsleiterin Gesundheit, Soziales: "Nach den außerordentlichen Belastungen in der Pandemie stehen die Beschäftigten hier an den Unikliniken nun auch vor einer erheblichen finanziellen Belastung. Wir brauchen eine dauerhafte und tabellenwirksame Entgelterhöhung, auch, damit sie weiter mit ganzer Kraft zum Wohle der Patientinnen und Patienten arbeiten können."

An allen vier Standorten wird viertägig von Montag bis einschließlich Donnerstag gestreikt.

Gölz: „Wir gehen mit der Situation sehr verantwortungsbewusst um. Mit den Unikliniken wurden jeweils Notdienstvereinbarungen abgeschlossen, um einerseits die Notfallversorgung und die Versorgung der stationären Patientinnen und Patienten sicherzustellen sowie es andererseits den Beschäftigten zu ermöglichen, ihr Streikrecht auszuüben.“ 

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