Uniklinika Baden-Württemberg

Verhandlungsergebnis erzielt

Uniklinika BaWü

Verhandlungsergebnis erzielt

Nach insgesamt sieben Warnstreiktagen hat ver.di heute am späten Abend in Stuttgart in einer kurzfristig anberaumten vierten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt für die rund 26.000 Beschäftigten ein Verhandlungsergebnis erreicht.
Wir sind es wert ver.di Verhandlungsergebnis erzielt  – Uniklinika BaWü


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach unserer Tarifkommissionssitzung am 5.12.22 haben wir mit den Arbeitgebern nochmal verhandelt und dieses Verhandlungsergebnis erzielt - vorbehaltlich der Zustimmung der Tarifkommission am 7.12.22:

Beschäftigte:

  • 1.200 Euro netto für alle Beschäftigten im Dezember 2022 als Sonderzahlung (steuer- und abgabenfrei, sofern der Maximalbetrag für Coronaprämien noch nicht ausgeschöpft ist), Teilzeit anteilig und
  • 1.200 Euro netto als Inflationsausgleichszahlung (steuer- und abgabenfrei) im März 2023, Teilzeit anteilig.
  • Erhöhung der Monatsgehälter um 250 Euro für alle Entgeltgruppen Wir hatten an diesem Punkt die Wahl zwischen
  • Erhöhung der Monatsgehälter um 250 Euro brutto zum 1. Oktober 2023 oder
  • doch nochmal 3 x 250 Euro Netto-Auszahlung für Oktober bis Dezember 2023 und die Erhöhung der Monatsgehälter erst ab 1. Januar 2024.
  • Wir haben uns für die zweite Variante entschieden, weil damit Ihr dann mehr Geld in der Tasche habt. Deshalb gibt es im Oktober 2023 nochmal 750 Euro netto und ab dem 1. Januar 2024 dann die Erhöhung der Monatsgehälter um 250 Euro.
    Die Erhöhung der Monatsgehälter um 250 Euro bedeutet für eine Serviceassistentin in der E 3 Stufe 1 monatlich 10 % mehr und 8,2 % in der Stufe 6 . für eine MTA in der E 9 zwischen 8 % in Stufe 1 monatlich mehr und 5,4 %in Stufe 6, für eine Pflegefachkraft in der PUK 7 zwischen 7,9 % in der Stufe 2 monatlich mehr und 6,9 % in der Stufe 7.
  • Laufzeit des Tarifvertrages: 19 Monate bis 30. April 2024 (auch für die Azubis)

Azubis:

  • 900 Euro netto für alle Azubis im Dezember 2022 als Sonderzahlung (steuer- und abgabenfrei, sofern der Maximalbetrag für Coronaprämien noch nicht ausgeschöpft ist), Teilzeit anteilig
  • Ab 1. April 2023 bis 30. April 2024 zusätzlich zum Ausbildungsentgelt monatlich 115 Euro als Nettozahlung und
  • Ab Mai 2024, am Ende der Laufzeit des Tarifvertrages, wird diese Nettozahlung umgewandelt in eine Erhöhung der monatlichen Ausbildungsentgelte um 150 Euro.

Psychotherapeutinnen in Ausbildung:

  • 300 Euro monatlich mehr ab 1. Dezember 2022
  • Für die Zeit von Februar 2022 (zu dem Zeitpunkt wurde der Tarifvertrag gekündigt) bis November 2022 wird dieser Betrag im Dezember 2022 als Nettobetrag in Höhe von 3.000 Euro ausgezahlt, wenn die PiA in der Zeit beschäftigt war. Sonst anteilig.

Sozialarbeiterinnen:

  • Regeleingruppierung aller Sozialarbeiterinnen in die E 10 ab dem 1. Januar 2023!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
dies ist ein hochgradig solidarischer Abschluss in historisch schwierigen Zeiten. Je weniger Beschäftigte verdienen, desto mehr sind sie durch die Inflation belastet. Deshalb ist es so wichtig, dass alle Vollzeitkräfte dasselbe bekommen und wir für die Azubis nochmals überproportional Erhöhungen durchsetzen konnten. Dies ist zum einen eine schnelle Entlastung für die Reallohnverluste des laufenden Jahres, aber auch eine Sicherung der Kaufkraft durch eine ordentliche Tabellen-steigerung. Dank der nochmals verkürzten Laufzeit können wir nun in gut anderthalb Jahren mit neuer Kraft in hoffentlich besseren Zeiten die dann tatsächlich noch fehlenden Inflationsprozente in Angriff nehmen.

Dass die Arbeitgeber weiter prinzipiell darauf bestehen, die PiAs als Beschäftigte mit Masterabschluss im Grunde wie Praktikant:innen zu bezahlen, konnten wir nicht verändern. Die Kolleg*innen haben sich aber einige Schritte voran erkämpfen können.

Wir informieren Euch weiter nach der Beratung der Tarifkommission am 7. Dezember.

Es grüßt euch Eure ver.di-Verhandlungskommission.